Autor Thema: Geschichte und Frequenzen  (Gelesen 5993 mal)

Offline Manuel

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Geschichte und Frequenzen
« am: 06. Mär. 2008, 13:56 »
Hallo!

Der "Deutschlandfunk", auf vielen beleuchteten Radioskalen auch als "DLF" abgekürzt, ist ein sowohl informations- als auch kulturorientierter Sender, der heute Bestandteil des "Deutschlandradios" ist. Die Studios sind in Köln.

Programm
Wer den DLF einschaltet, wird meist entweder Informationen und Hintergrundberichte erwischen oder kulturorientierte Sendungen. Tagsüber stehen besonders aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Fokus, während gegen späten Nachmittag oder Abend die Kultur in Form von Musik, Hörspielen, Lesungen usw. zum Zuge kommt. Darum wird tagsüber eher wenig Musik gespielt, im Vgl. zum Abendprogramm oder über das Wochenende.

Geschichte
Zu  Beginn der Fünfziger Jahree gaben die Mitglieder der ARD dem "Nordwestdeutschen Rundfunk" (NWDR) den Auftrag, auf Langwelle ein landesweit zu empfangendes Hörfunkprogramm zu produzieren und auszustrahlen, nachdem der Rundfunk der DDR einen Langwellensender (Deutschlandsender) in Betrieb nehmen konnte. Nach längeren Verhandlungen strahlte der NWDR im Jahr 1953 die ersten Versuchssendungen aus. Drei Jahre später konnte der inzwischen gegründete Norddeutsche Rundfunk (NDR) den Regelbetrieb des mit "Deutscher Langwellensender" bezeichneten Programmes aufnehmen.

1960 wurde per Bundesgesetz die eigenständige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts (Rundfunkanstalt) Deutschlandfunk (DLF) mit Sitz in Köln gegründet. Damit erlosch der Auftrag der ARD an den NDR, den Deutschen Langwellensender zu betreiben. Die Langwelle wurde dem neuen Sender Deutschlandfunk übergeben, der am 1. Januar 1962 mit der Ausstrahlung eines deutschsprachigen Hörfunkprogramms startete. Später wurden auch fremdsprachige Sendungen produziert, die in den Abendstunden über Langwelle, Mittelwelle und später auch über Satellit in weite Teile Europas ausgestrahlt wurden. Zielgruppen der Programme waren Hörerinnen und Hörer in der DDR, in Osteuropa sowie in westeuropäischen Nachbarländern wie Italien, Frankreich, Benelux, Großbritannien, Irland, Dänemark, Norwegen und Schweden. Der Deutschlandfunk wurde somit das Pendant zur Stimme der DDR, vormals Deutschlandsender.

Der Deutschlandfunk war der erste deutsche Radiosender, der regelmäßig einen Verkehrsfunk ausstrahlte; bei ihm wurde der berühmte "Verkehrspiepser“ (Hinz-Triller) entwickelt.

Deutschlandfunk nach der Wende
Nach der Vereinigung beider deutscher Staaten 1990 hatte der DLF seinen ursprünglichen Auftrag, die DDR und Osteuropa mit Informationen aus dem freiheitlich-demokratischen Deutschland zu versorgen, verloren. Dennoch wollte man weiterhin überregionalen Hörfunk für das vereinigte Deutschland anbieten. Daher einigten sich die 16 Bundesländer mit Wirkung zum 1. Januar 1994 darauf, die Körperschaft des öffentlichen Rechts Deutschlandradio per Staatsvertrag unter einem gemeinsamen Dach von ARD und ZDF zu errichten. In dieser neuen Körperschaft gingen die bisherige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts Deutschlandfunk zusammen mit dem ehemaligen West-Berliner RIAS und dem ehemaligen DDR-Deutschlandsender auf. Die fremdsprachigen DLF-Auslandsprogramme wurden bereits zum 1. Juni 1993 an den deutschen Auslandsrundfunk, die Deutsche Welle abgetreten.

Nachdem die neue Körperschaft Deutschlandradio (bis März 2005 "DeutschlandRadio“ geschrieben) auf Grund des Staatsvertrages künftig zwei Hörfunkprogramme auszustrahlen hatte, blieb der Name Deutschlandfunk für das aus Köln zu produzierende Programm erhalten. Einen eigenen Intendanten hat der DLF seit 1994 jedoch nicht mehr.

Seit Jahresbeginn 2006 hat der Deutschlandfunk eine neue akustische Verpackung. Dazu gehören erstmals auch Jingles vor und nach den Nachrichten. Diese sind allerdings verhältnismäßig zurückhaltend und leise gestaltet. Als Station Voice fungiert Matthias Ponnier. Jingles am Beginn der Sendungen waren bereits Mitte der 1990er-Jahre kurzfristig im Einsatz gewesen, erfreuten sich jedoch äußerst geringer Beliebtheit.

Sendetechnik
Das Programm des Deutschlandfunks wird über UKW, DAB, Mittelwelle (Senderstandorte Neumünster, Nordkirchen, Braunschweig, Thurnau, Heusweiler und Ravensburg) und Langwelle (Senderstandorte Donebach und Aholming), über den Kurzwellensender Berlin-Britz, sowie analog und digital über das Astra-Satellitensystem und in den deutschen und einigen europäischen Kabelnetzen ausgestrahlt.

Bis zum 23. November 1978 wurden die Standorte Donebach (Langwelle), Ravensburg, Bad Dürrheim, Cremlingen und Neumünster (alle Mittelwelle) genutzt. Mit Inkrafttreten des Genfer Wellenplans wurde der Mittelwellensender Bad Dürrheim stillgelegt, dafür kamen 1979 die Sender Erching (Langwelle, nur Tagbetrieb) und 1980/81 die Sender Thurnau und Nordkirchen (beide Mittelwelle) hinzu. Am 1. Januar 1989 übernahm der Sender Aholming die Aufgabe des Senders in Erching. Somit war auch auf der zweiten Langwellenfrequenz ein 24-Stunden-Betrieb möglich. Seit dem 1. Oktober 1994 wird das Programm des Deutschlandfunks auch über den Mittelwellensender des Saarländischen Rundfunks in Heusweiler verbreitet, im Gegenzug wurde am 31. Dezember 1994 der Mittelwellensender in Mainflingen abgeschaltet.

Mit dem Aufbau eines UKW-Sendernetzes wurde erst in den 1980er-Jahren begonnen, vor allem in Süddeutschland erhielt der Sender aber nur schwache Stützfrequenzen in den Städten. Das führt dazu, dass der Deutschlandfunk auf UKW außerhalb der Städte oft nur sehr schwer zu empfangen ist, im Gegensatz zur Langwelle mit ihrer guten Flächenabdeckung

Terrestrische Frequenzen
Hier nur mal die stärksten Sender mit mindestens 10 kW Sendeleistung auf UKW (MHz).

MHzSenderstandort
91,3Rimberg
96,5Helpterberg
96,6Leipzig
97,0Chemnitz
97,3Dresden
97,7Berlin
100,1  Brotjacklriegel
100,3Högl
100,3Ochsenkopf
100,6Witthoh
101,8Aurich
101,9Bungsberg
102,0Lingen
102,0Magdeburg
102,2Höhbeck
102,7Nordhelle
102,8Wesel
103,3Flensburg
103,3Heidelstein/Rhön
103,5Torfhaus/Harz
104,6Saarburg
105,1Blauen
106,3Hornisgrinde
107,1Bremen

Hier die Mittelwellen-Frequenzen:
kHzSenderstandort
549Nordkirchen
549Thurnau
756Braunschweig
756Ravensburg
1269  Neumünster
1422Heusweiler

Hier die Langwellen-Frequenzen:
kHzSenderstandort
153   Donebach
207Aholming

frei nach Wikipedia
Viele Grüße,
Manuel
« Letzte Änderung: 06. Mär. 2008, 13:57 von Manuel »

Offline ferienwelle

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Re: Geschichte und Frequenzen
« Antwort #1 am: 11. Jun. 2012, 10:05 »
anmerkung zum DLF auf ukw , das hauptinteresse war weit in die ehemalige ddr , den dlf in guter ukw qualität zu senden . darum wurden leistundsstarke 100 kw sender die dicht an der ehemaligen grenze waren ausgesucht . wie bungsberg , höbeck , torfhaus , grosser meissner und ochsenkopf . grund war den dlf bis weit in die ddr zu senden und dadurch erzielte man 70 prozent dieses landes zu bestrahlen . das zur rundfunkgeschichte und zum hintergrund .