Autor Thema: Radiotest: Privatsender überholen Ö3  (Gelesen 2299 mal)

Offline Soundy

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 172
Radiotest: Privatsender überholen Ö3
« am: 23. Jul. 2009, 20:19 »
Radiotest: Privatsender überholen Ö3

Insgesamt bleiben die Marktanteile der ORF-Radios stabil. Mit insgesamt 78 Prozent Marktanteil halten Ö1, Bundesländer-Radios, Ö3 und FM4 die erste Halbjahreswertung des Vorjahres.

Im Gegensatz zum TV-Markt hat der ORF mit seiner Radioflotte keinen Privatsendersturm zu fürchten: Mit insgesamt 78 Prozent Marktanteil (Hörer über zehn Jahre) halten Ö1, Bundesländer-Radios, Ö3 und FM4 die erste Halbjahreswertung des Vorjahres. Dies zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Radiotest. Gleichzeitig steigerten sich die Privatsender von 19 auf 20 Prozent – in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen von 25 auf 27 Prozent. Der ORF-Marktanteil ging hier von 73 auf 71 Prozent zurück.

Ein Lüftchen in Wien rührt allerdings den Dampfer Ö3: Mit vereinten Kräften haben ihn dort die Privatsender überholt. In der Zielgruppe 14 bis 49 Jahre liegt Ö3 z.B. bei 34, die Privaten gemeinsam bei 36 Prozent. Im Vorjahreszeitraum stand es noch 35 Prozent (Ö3) versus 34 Prozent (Private). Ö3-Senderchef Georg Spatt ist insbesondere von der Performance des neuen Wiener Senders Superfly überrascht, der erst im Februar 2008 startete.

Kronehit erreichte indes als erster Privater über eine halbe Million Hörer täglich. Der österreichweite Sender hielt seinen Marktanteil bei vier Prozent stabil. Die Antenne-Radios waren in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, Salzburg wieder die meistgehörten Privatprogramme. In Wien besetzte diesen Platz Radio Arabella, in Oberösterreich und Tirol das Life Radio, im Burgenland und in Niederösterreich Kronehit.

Das gute Ergebnis des ORF führt Spatt auf ihre Positionierung zurück: Man wisse von jedem ORF-Radio, was man von ihm erwarten kann – im ORF-TV sei dies nicht der Fall. Auch die stark forcierte Kundenbindung (mittels Ö3-„Gemeinde“, FM4-Community, Ö1-Club) zeige seine Wirkung. FM4-Chefin Monika Eigensperger streicht außerdem hervor, dass Radiohören insgesamt kaum an Beliebtheit verliert: Die Radionutzung ist nur geringfügig auf 198 Minuten pro Tag gesunken.
 
Kein „Guglhupf“: Mehr junge Ö1-Hörer

„Dieser Trend ist in der Werbung nicht ganz so stabil“, bremst Ralph Meier, Leiter der Kundenberatung beim ORF-Werbezeitvermarkter Enterprise. Die Investments gingen im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf bis zwölf Prozent zurück – allerdings fand da auch die Fußball-EM statt. Die Aussicht ist besser: „Im zweiten Halbjahr wird sich einiges tun“, so Meier. Ö1-Chef Alfred Treiber wundert sich indes über „erstaunliche Zuwächse“ bei den 14- bis 49-Jährigen. Polemisch merkt er an: „Das wird sich durch Einstellen des ,Guglhupf‘ noch fortsetzen.“ Ein „jüngeres“ Kabarettersatzprogramm sei in Planung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.07.2009)

Quelle: http://diepresse.com/home/kultur/medien/497525/index.do?from=gl.home_kultur

Soundy

Offline Soundy

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 172
Re: Radiotest: Privatsender überholen Ö3
« Antwort #1 am: 28. Jan. 2010, 14:41 »
Radiotest: Leichte Rückgänge bei ORF-Radios

28.01.2010 | 12:51 |   (DiePresse.com)

Privatsender legten im zweiten Halbjahr 2009 leicht zu. Bei den ORF-Radios blieb Ö1 stabil, während Ö3 und Regionalsender Rückgänge verzeichnen. Kronehit feiert einen Zuwachs von fast 30 Prozent.

Der österreichische Radiomarkt blieb auch im zweiten Halbjahr 2009 ohne große Revolutionen. Allerdings haben die ORF-Radios Hörer an die private Konkurrenz abgeben müssen: In der Gruppe ab zehn Jahren fiel der Marktanteil von 78 Prozent im Vergleichszeitraum 2008 um zwei Prozentpunkte auf 76 Prozent, im Segment der 14- bis 49-Jährigen verlor der öffentlich-rechtliche Rundfunk vier Prozentpunkte und landete bei 69 Prozent Marktanteil.

Im selben Zeitraum konnten die Privatradios bei der Gruppe ab zehn Jahren von 19 Prozent auf 21 Prozent Marktanteil zulegen. Bei den 14- bis 49-Jährigen verzeichneten sie mit einem Marktanteil von 28 Prozent ein Plus von drei Prozentpunkten.

Beim ORF-Hitradio Ö3 ging der Marktanteil in der Hörerschaft ab zehn Jahren um ein Prozentpunkt auf 33 Prozent zurück. Bei den 14- bis 49-Jährigen sank der Marktanteil von 44 auf 42 Prozent.

Die Regionalradios gaben ebenfalls Marktanteil ab: Im Segment ab zehn Jahren sank er um einen Prozentpunkt auf 36 Prozent, bei 14 bis 49 ging er um das selbe Maß auf 21 Prozent zurück.

Der ORF-Kultursender Ö1 blieb ohne Veränderung: Sechs Prozent bei der Hörerschaft ab zehn und drei Prozent beim Segment 14 bis 49 entsprach genau den Werten des zweiten Halbjahres 2008.

FM4 dagegen verlor bei den Hörern ab zehn Jahren einen Prozentpunkt und lag bei zwei Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen ging er ebenfalls um einen Punkt auf drei Prozent zurück.

Unterm Strich ist die Marktführerschaft der ORF-Radioflotte nach wie vor ungebrochen: Mehr als drei Viertel der täglichen Radionutzungszeit entfallen auf einen der öffentlich-rechtlichen Sender, 5,2 Millionen Österreicher hören täglich einen ORF-Sender.

Bei den Privatsendern war vor allem der Zuwachs bei Kronehit auffallend, wo man im zweiten Halbjahr 2009 knapp über 600.000 Hörer täglich verzeichnete, ein Zuwachs von fast 30 Prozent. Der Marktanteil von Kronehit stieg in der werberelevanten Zielgruppe 14 bis 49 um zwei Prozentpunkte auf acht Prozent.

Wien: Ö3 legt zu, Radio Wien stabil

Am heiß umkämpften Radiomarkt in der Bundeshauptstadt Wien gab der ORF gesamt Marktanteile ab: ab zehn Jahren 68 statt 69 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen 59 statt 63 Prozent.

Ö3 konnte in Wien hingegen zulegen: 30 Prozent bei den Hörern ab zehn war ein Zuwachs von einem Punkt, bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 38 statt 36 Prozent. Radio Wien blieb bei den Hörern ab zehn stabil bei 16 Prozent und gab bei den 14- bis 49-Jährigen zwei Prozentpunkte ab und hielt bei 38 Prozent.

Quelle: http://diepresse.com/home/kultur/medien/535984/index.do?_vl_backlink=/home/index.do


Soundy